Wieder eine ganz normale Woche in der Gemeinde

Jeder Mensch sieht die Welt und das Geschehen in der Gemeinde mit anderen Augen. Das ist nichts Neues.

Nun, wie sahen aus unserer Sicht rückblickend die vergangene Woche und der Erntedank-Sonntag aus? Dies auch beispielhaft für viele andere Wochen.

Großartig ist es, wenn man sich am Montagmorgen zum Gebetstreff einfinden kann. Wer noch im Beruf steht, dem ist dies nicht möglich. Jetzt dabei zu sein ist auch ein Stück Freiheit.

Am Dienstagnachmittag war kein Bibelkreis. Der 14-Tage- Rhythmus ist erst wieder in der Folgewoche.

Wir selbst hatten eine Einladung, den Seniorenkreis in der EmK-Gemeinde Kraichgau/ Kürnbach abzuhalten. Mit den Menschen unserer alten, einstmaligen Gemeinde sind wir noch immer verbunden.

Gleich am Mittwochnachmittag traf sich der Frauenkreis. Leider erfährt man wenig vom Verlauf und zum Inhalt. Schade. Immerhin seien die regelmäßig teilnehmenden Frauen dabei gewesen. Es gibt keinen  Grund, sich „bedeckt“ zu halten.

Noch am Mittwochabend bereiteten wir zu Dritt eine Veranstaltung des Seniorenkreises vor. Tische umstellen, Eindecken, Schmücken der Tische mit herbstlichen Pflanzen und Blättern. Dann fand die eigentliche Veranstaltung am Donnerstag statt.

Donnerstagnachmittag:  Das Erbe – Habt Ihr schon geteilt? Schenken oder ver-erben? Was passt zu mir und meiner Familie?

Frau Rechtsanwältin Hutter- Vortisch war wieder einmal bei uns. Mit 26 Teilnehmern war die Veranstaltung gut besucht. Die trockene und komplizierte Materie hat die Erbrechtsanwältin lebhaft und gut verständlich „rübergebracht“. Zwei volle Stunden nach dem gemeinsamen Kaffeetrinken gingen Informationen und Fragen zwischen der Anwältin und den Teilnehmern hin und her. Wir sind dankbar, dass uns als kleine Gemeinschaft  Beachtung entgegengebracht und erneut ein aufschlussreiches, dazu kostenloses Referat angeboten wurde. Niemand wurde es langweilig.


Übrigens wie immer, ob Vaihinger Kreiszeitung oder Pforzheimer Zeitung, beide wiesen in einem kleinen Artikel aufgrund unseres Pressetextes auf die Veranstaltung hin. Vielleicht hätte ein solcher Hinweis vom Mühlacker Tagblatt weitere Besucher gebracht…?

Schön war es, dass wir über die Kirchengemeinde hinaus auch andere Besucher bei uns hatten. Natürlich sind unsere Sersheimer immer mit uns durch den gemeinsamen Kirchenbezirk in Verbindung. Vaihingen, Niefern-Öschelbronn, Bauschlott und Kürnbach waren mit eingeladen. Die EmK endet eben nicht mit der örtlichen Gemeinde. Auch so können Netzwerke wachsen.

 

Der Freitag war kein Tag der Aktivitäten in der Gemeinde. Wir persönlich erledigten einige typische Dinge, die im Älterwerden immer häufiger erforderlich werden. Dabei haben wir mehrere gleiche Kataloge mitgebracht, die wir auslegen werden. „Gesundheit und Wohlbefinden“ ein Katalog mit 162 Seiten an Hilfsmitteln für den Alltag des älteren Menschen. Wir wissen, manche Älteren genieren sich, einen Rolllator zu verwenden, oder verzichten auf ein Wannenbad, weil sie keine mechanische Einstieghilfe wollen usw. Man schämt sich. Weshalb eigentlich?
Wir finden, das Leben müssen wir Älteren uns leichter erhalten und uns informieren. Deshalb dachten wir auch an die vielen Älteren, die mit uns in der Gemeinde sind.  Der Katalog und ein Informationsheft vom Enzkreis, wo institutionelle Hilfe für alle Lebenslagen zu erhalten ist, liegen aus. Hoffen wir, solche Informationen werden aufgegriffen.

 

Und am Sonntag, Beginn der neuen Woche, war Erntedankfest. Wie schön war der Altar gerichtet! Die Bilder zeugen davon. Unser Pastor predigte in Sersheim. Jürgen Mayer hatte die Predigt sehr abwechslungsreich, mit Bildern und Texten für hier vorbereitet. Musik, Lieder, Psalmenzitate und Gebete liefen ineinander, wie wir es von einem Uhrwerk her mit den Zahnrädern kennen. Bewegend war, was an Dank in den freien Gebeten zum Ausdruck kam. Fast rührend in der Tiefe der Gedanken und den schönen freien Formulierungen. Mit 19 Besuchern war die Atmosphäre familiär.








 

Dieser Wochenüberblick enthält nichts Spektakuläres. Es mag sein, dass die Frage kommt, weshalb dieser persönliche Rückblick überhaupt auf einer Webseite unserer Kirche veröffentlicht werden soll.

 

Auch im Wandel der schnelllebigen Zeit hat die Kirche weiterhin ihren angestammten Platz, besonders dazu als eine Oase der Ruhe und Sammlung. Auch lebt unsere Gemeinde, bestehend aus lauter Älteren, trotz deren Sorgen und Beschwernissen. Es ist uns aber auch wichtig, die Verbundenheit mit benachbarten Gemeinden, der ganzen Kirche und Christenheit herauszustellen und unsere christliche Hoffnung nie aus den Augen zu verlieren. Dazu bedarf es keiner spektakulären Aktionen, wohl aber einer verträglichen und umgänglichen Gemeinschaft von Menschen.

Dies wollten wir herausstellen.

 

Wir alle versuchen doch, im Kleinen in der Gemeinde und im Alltag als größerem Rahmen den folgenden Liedtext zu leben – und dazu sind die kleinen und größeren Dinge in jeder neuen Woche eine Hilfe zur Stärkung im Vertrauen auf und mit Gottes Führung.

 

Da berühren sich Himmel und Erde

Wo Menschen sich vergessen,
die Wege verlassen,
und neu beginnen,
ganz neu,
da berühren sich Himmel und Erde, dass Frieden werde unter uns,
da berühren sich Himmel und Erde, dass Frieden werde unter uns.
Wo Menschen sich verschenken,
die Liebe bedenken,

und neu beginnen,
ganz neu,
da berühren sich Himmel und Erde, dass Frieden werde unter uns,
da berühren sich Himmel und Erde, dass Frieden werde unter uns.
Wo Mensch sich verbünden, den Hass überwinden, und neu
beginnen, ganz neu,
da berühren sich Himmel und Erde, dass Frieden werde unter uns,
da berühren sich Himmel und Erde, dass Frieden werde unter uns.

 

                                                                                                                      gisikib_20191015









 


 
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