Impuls

Süß wie Honig

Mögen Sie Honig? Honig ist ja ein ganz einzigartiges, feines Naturprodukt. Dort wo es keinen Zucker gab, war er besonders begehrt und teuer. Neben dem Zucker, enthält Honig außerdem unzählige wertvolle Inhaltsstoffe. So ist z.B. die antibakterielle Wirkung früher oft zur Heilung von Wunden genutzt worden. Auch in der Küche wird Honig gerne verwendet, beim Backen oder für Salatsoßen. Ein durch und durch echtes Naturprodukt.
 
Auch in der Bibel kommt Honig recht häufig vor, manchmal sogar als Vergleichsbild, z.B. für Worte: „Dein Wort ist meinem Munde süßer als Honig“ heißt es in einem Psalm oder auch: „Freundliche Worte sind wie Honig: süß für den Gaumen und gesund für den ganzen Körper…“ im Buch der Sprüche. Da steckt wirklich Weisheit drin, echte Lebensweisheit! Das Bild vom Honig verdeutlicht, dass gute und freundliche Worte nicht bloß im Kopf ankommen, sondern dem ganzen Körper guttun, genauso wie böse Worte tatsächlich Schmerz verursachen, so als bekäme man einen „Schlag in die Magengrube“. Doch mit den „süßen“ Worten ist das so eine Sache. Auch davon zeugen Redensarten. Wer dem anderen „Honig um den Bart schmiert“, der hegt undurchsichtige und oft keine freundlichen Absichten. Manche Worte fließen wie Honig die Kehle hinunter, aber im Nachhinein stoßen sie bitter auf, wenn sich herausstellt, dass man getäuscht und enttäuscht wurde. Solche Worte sind falsch und nicht echt. Sie machen krank und nicht gesund! Das macht mich nachdenklich und ich frage mich: Welche Worte prägen mein Reden mit anderen und auch über andere? Sind es freundliche Worte oder unfreundliche? Richten sie den anderen auf oder drücken sie ihn nieder? Wirken sie heilsam und wohltuend oder verletzen sie? „Redet nicht schlecht voneinander. Was ihr sagt, soll für jeden gut und hilfreich sein, eine Wohltat für alle. Seid vielmehr freundlich und barmherzig, und vergebt einander, so wie Gott euch durch Jesus Christus vergeben hat.“ (Epheser 4, 29+32) Der Apostel Paulus ermutigt auch dazu, einander mit freundlichen Worten zu begegnen. Das Bild vom Honig lässt er zwar im Schrank, aber schmecken kann man ihn trotzdem und auch die wohltuende Wirkung spüren, die hinter diesen ehrlichen Worten nur darauf wartet ihre Kraft zu entfalten.
 
Darum mein Tipp für jeden Tag: ein Teelöffel unverfälschten Honig (pur, aufs Brot oder in den Tee) und ein freundliches Wort für jeden Menschen, der mir an diesem Tag begegnet. Das baut auf und tut Leib und Seele gut – sowohl bei mir als auch den Anderen.
 

Impuls zum „Mühlacker Maultässle“                             
19.06.2019 © G.B.

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